Reaktionspläne

Die Kür des Risikomanagement ist, Szenarien zu denken und die Reaktionen auf mögliche Risiken vorzubereiten.

Der Produktions-Lenkungsplan (PLP) ist nach der Idee der QM-Norm der Automobilindustrie IATF 16949 DAS Ergebnisdokument der Qualitäts-Vorausplanung. Es ist das einzige Dokument, das in allen Details in der Norm vorgegeben ist, sowohl bezogen auf Aufbau und Inhalt, als auch auf Vernetzung zu Prozessschritten der Produktentstehung.

Im PLP geht es im ersten Schritt um Übersicht: Wer macht was in welcher Reihenfolge, mit welchen erwarteten Ergebnissen und mit welchen Mitteln. Die Mittel beziehen sich sowohl auf die verwendeten Produktionsmittel, also Anlagen und Werkzeuge, als auch auf die Verfahren, den Prozess zu lenken. Dazu werden Messungen und Prüfungen geplant, die auszuführen sind, im Wesentlichen, um zu wissen wo der Prozess steht und wie gelenkt werden muss, um auf Kurs zu bleiben.

Jede Prüfung enthält auch die Möglichkeit, dass das Ergebnis nicht den Vorgaben entspricht. Andernfalls wäre die Prüfung überflüssig.
Für diesen Fall halten wir in der Prozess-FMEA die Entdeckungsmaßnahmen vor. Sie sollen geeignet sein, einen auftretenden Fehler zu entdecken.

Ergänzend benötigen wir für den PLP die Reaktionsplan-Maßnahmen, also die Aktivitäten, die bei Auftreten eines NIO-Ergebnis auszuführen sind.

Wir sind angehalten, uns diese Überlegung VOR Start des Prozesses zu überlegen.

Eine Reaktion könnte darin bestehen, bei einem erkannten Fehler den Roten Knopf zu drücken und mit dem Suchen zu beginnen. Das wäre nicht falsch, aber in der Situation auch nicht hilfreich. In aller Regel haben wir Zeit und Know How, um eine bessere Reaktion vorzubereiten.

Reaktionen sollten konkret für das jeweils anliegende Fehlerbild sein und den Beteiligten helfen, den Prozess wieder in den normalen Betrieb zurück zu führen.

Mein Angebot : Reaktionsplan-Maßnahmen in die PFMEA und die verknüpfte Erstellung des PLP  einbeziehen.

Die Wissensträger im Prozess, meist die Personen, die den Vorgängerprozess schon geplant, gelebt und/oder verantwortet haben,
können hier helfen. Vieles dürfte auch schon geregelt sein. Das Rad soll hierzu nicht neu erfunden werden.
Aber Verweise auf bestehende Regeln können konkretisiert werden und müssen aktuell gültig sein.
Bei der Analyse werden meist auch Lücken offenkundig, die mit neuen Maßnahmen geschlossen werden können.
Damit machen sie ihre Prozesse reaktionsfähig = resilient.

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